Ökumenisches Forum Christlicher Frauen Europa (ÖFCFE)

Ecumenical Forum of European Christian Women (EFECW)
Forum Oecuménique de Femmes Chrétiennes d'Europe

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Mitgliederversammlung des ÖFCFE 24./25.10.08 in Hannover
Life style oder Lebensstil

Die Berichte zu Sibiu mit den Folgen der Versammlung für die Weiterarbeit der Frauen in den Kirchen Rumäniens und bei uns bewegten die MV im Thementeil der Versammlung

Zur thematischen Diskussion der MV

Das Thema der MV stand ganz im Nachgang zur Versammlung in Sibiu und hatte zum Ziel, die Mitglieder dazu zu gewinnen, die Schöpfungsverantwortung und die Arbeit an einem nachhaltigen Lebensstil zu einem der zentralen Inhalte zu machen, an denen das ÖFCFE arbeitet.

Dr. Elfriede Dörr aus Sibiu / Hermannstadt ging daher in ihrer Nacharbeit zur Versammlung in Sibiu noch einmal kritisch auf die eher "alten" Positionen ein, die in Sibiu formuliert worden waren und die bei weitem nicht den Erwartungen entsprachen, die eine Teil der dort versammelten Christen sich als Aussagen der
Kirchen für eine zukunftsorientierte Botschaft erwünscht hätten.
Sowohl in ökumenischen Fragen als auch in den Stellungnahmen zur Position der Frauen in den Kirchen blieben die Verlautbarungen und die Praxis hinter dem zurück, was bereits ein mal erreicht worden war. So war diese Versammlung wohl eher von wenig zukunftsweisendem Gewicht.

Elfriede Dörr gab aber eine sehr detaillierte Einführung in die Probleme ihres Landes Rumänien, in dem trotz großer Gefährdungen und großer Widersprüche kaum ein Bewusstsein für ökologische Fragen entwickelt ist. Dennoch starten Menschen aus schierer Not Umweltaktionen, weil sie unter den gegebenen zerstörerischen Bedingungen nicht leben können. Daraus entstehen Aktivitäten, die mit Ökologie
und Gerechtigkeit zu tun haben und die dringend die Vernetzung mit anderen Gruppen, auch außerhalb des eigenen Landes brauchen. Daraus entsteht allmählich eine kritische Sicht auch auf das Verhalten der eigenen Kirchen, die sich zwar immer mit der biblischen Tradition beschäftigt haben, sie aber nicht als Grundlage für die aktiv – kritische Auseinandersetzung mit eigenem Verhalten oder gesellschaftlichen Fragen genutzt haben.
In diesem Sinne war die Versammlung von Sibiu also doch wichtig für eine neue Sicht der Kirchen in Rumänien.

Frau Andrea Kett, Katholische Frauen Deutschlands, kfd, berichtete von den Aktivitäten, die ihr Verband in Zusammenhang mit dem Thema nachhaltiger Lebensstil und Fragen der Ökologie inzwischen entwickelt hat. Die beeindruckende Liste von Veranstaltungen und Projekten, von denen sie berichtete, boten anregenden Gesprächsstoff in den Kleingruppen, die zu den Fragen arbeiteten, wie weit wir auf persönlicher und gesellschaftlich politischer Ebene dazu beitragen können und das de facto auch tun, dass ein nachhaltiger Lebensstil sich in der Gesellschaft entwickelt.


Das Ergebnis der Arbeit war die Formulierung von Selbstverpflichtungen zur Schöpfungsveramtwortung, die das ÖFCFE für sich akzeptiert.

Die Mitgliederversammlung des ÖFCFE Bereich Deutschland

  1. - ist sich im Einklang mit der Charta Oecumenica ihrer Schöpfungsverantwortung bewusst. Die Schöpfung ist uns anvertraut und wir sind verantwortlich, dass ihre Ressourcen für alle Menschen und Geschöpfe gerecht und nachhaltig genutzt werden. Wir müssen sie so gebrauchen, dass heute und in Zukunft alle gleichermaßen gut davon leben können. Deshalb begrüßt sie die Botschaft der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung in Sibiu.
  2. - fordert alle Mitglieder auf "... ihren Lebensstil gemäß dem biblischen Zeugnis zu überdenken...“ (aus der Erklärung Junger Delegierter, Sibiu 2007). Dies muss in konkreten Schritten gelebt werden.
    - verpflichtet sich und den Vorstand in Kooperation mit den Mitgliedsverbänden nachhaltig, insbesondere ressourcenschonend zu arbeiten und dies auch auf europäischer Ebene durchzusetzen. Dazu entwickelt der Vorstand ökologische Leitlinien.
    - erteilt dem Vorstand das Mandat, in diesem Sinn politisch zu wirken.
    - betont ausdrücklich, dass sie Atomenergie nicht für zukunftsfähig hält. Sie setzt sich für die Entwicklung und Nutzung erneuerbarer Energien ein.
  3. - begrüßt die Durchführung eines Schöpfungstages oder einer Schöpfungszeit und regt die Regionen, Verbände und Projektgruppen an, in Zusammenarbeit mit anderen Gruppen solche Feiern zu gestalten.

Verabschiedet von der Mitgliederversammlung am 25.10.2008

Und hier einige Einblicke in die Mitgliederversammlung:


Ein Teil der Mitglieder posiert gut gelaunt
nach der anregend erfolgreichen Versammlung


Wie so üblich bei Versammlungen: eifriges Papierstudium
vor den wichtigen Beschlüssen


Auch das Egeria Projekt, vertreten durch
Carola Ritter und Doris Riffelmann, war wieder ein wichtiges Thema


Nach der Arbeit setzen sich die Begegnungen bei lebhaftem Gespräch fort. Dr. Elisabeth Bücking, Nationalkoordinatorin, und
Eva- Maria Erbskorn, Vorstand der kfd


Das ÖFCFE freut sich über jungen Nachwuchs, Dr. Elfriede Dörr
aus Hermannsstadt / Rumänien


Es muss irgendetwas Interessantes zu sehen sein
Dörte Massow, Dr. Cornelia Göksu


Auch eine Perspektive für die Zukunft der Kirchen:
Ablösung der Würdenträger durch die Frauen; zwar nicht jünger aber zukunftsorientierter
Barbara Maubach, Beisitzerin im Vorstand, Gerlinde Fischer

Barbara Maubach

 

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