| Geschichte
Das OEFCFE ist ein internationales Netzwerk von Frauen verschiedener
christlicher Kirchen. Auf europäischer Ebene bietet es Frauen aus
unterschiedlichen christlichen Traditionen eine Plattform für Begegnung
und Austausch. Auf nationaler Ebene verfolgt das Forum die Vernetzung
christlicher Frauenverbände und Freundinnen; es organisiert und
unterstützt Frauenprojekte in Europa.
Es hat seinen Ursprung im ökumenischen Aufbruch nach dem Zweiten
Vatikanischen Konzil 1965.
Erste Treffen Katholischer Frauen mit Frauen aus den Kirchen, die dem ÖRK
angeschlossen sind.
Konsultation europäischer christlicher
Frauen in Brüssel 1978 nach einer Weltkonsultation "Sexism in
the 1970th" in Berlin 1974.
1990 formuliert die Vollversammlung in
York
das
gemeinsame Ziel:
"Wir Frauen in den Kirchen möchten die Hausordnung des gemeinsamen
europäischen Hauses mitbestimmen. Wir brauchen dazu gegenseitige
Solidarität und Vertrauen; die Kraft, Konflikte auszuhalten und
positiv auszutragen, sowohl unter uns, als auch im Dialog mit unseren
Kirchenleitungen, bzw. mit den nichtkirchlichen Bewegungen oder Institutionen.
Der gemeinsame Glaube und die Kraft der Liebe wird uns dabei tragen."
Fragen, die alle beschäftigen:
- Die gemeinsame Grundlage liegt im Evangelium von Jesus Christus,
das unserem Denken, Handeln und Leben zugrunde liegt.
- Frauen in Westeuropa wollen eigene Formen und Wege finden, sich aus den Mustern
herauszubewegen, die Kirchen und Gesellschaften über Jahrhunderte in Strukturen
festgelegt haben, die Frauen in festgeschriebenen Grenzen halten.
- Frauen kämpfen für die Menschenrechte, gegen Folter, Gewalt
in der Ehe, Vergewaltigung, Rassimus und für die Rechte von Gastarbeiterinnen
und Menschen am Rande der Gesellschaft.
Suchen nach einer Form der Zusammenarbeit
- In jedem Land sollen ökumenische Treffen für Frauen organisiert
werden. Das war schwieriger in Westeuropa, weil es dort zwar feste konfessionelle
Frauenverbände gab, die dem Forum beitraten, aber nur selten zur
ökumenischen Zusammenarbeit an der Basis beitrugen.
In Osteuropa sollte alles von unten aufgebaut werden mit dem Ziel, die orthodoxen
Frauen zu stärken und mehr einzubinden.
- Es sollte in Europa eine Konferenz aus Männern und Frauen gebildet
werden, die bereit waren, sich in Kirche und Gesellschaft einzusetzen.
Das Kind wurde schließlich Forum genannt.
1982 Gründung des "Ökumenischen
Forums christlicher Frauen in Europa" in Gwatt/Schweiz.
Ziel: Die schwachen Beziehungen zueinander und nach aussen sollen weiter
ausgebaut werden, vor allem zu den europäischen Kirchen und Frauenorganisationen.
Es soll Interesse und Verständnis fur die Ziele des Forums geweckt
werden: gleichberechtigte Beteiligung der Frauen in den
Kirchenstrukturen auf allen Ebenen.
Dazu war eine intensive Arbeit in
den verschiedenen Regionen Europas notwendig, da in etlichen Kirchen
noch keine strukturierte Frauenarbeit entwickelt war.
1986 Vollversammlung in Jarvenpaa
- Planung eines Büros mit Teilzeitsekretärin
- Bildung von zwei Kommissionen:
- Theologie und Spiritualität
- Frieden und Gerechtigkeit
- Herausgabe eines Nachrichtenblattes: Leben teilen, Hoffnung
bauen
Arbeitsthemen:
- Frau und Arbeit
- Teilen zwischen Frauen (Ost – West)
Zur Vorbereitung der Vollversammlung christlicher Kirchen in
Basel mit dem Thema: Gerechtigkeit suchen, Frieden machen,
mitgeschöpflich leben, wird
1989 in Boldern eine Tagung veranstaltet
1990 - 3. Vollversammlung in York, England:
Trennungen beheben,
Ziele erkennen
Der Fall der Mauer stellt das OEFCFE vor ungeahnte neue Herausforderungen,
die von den westlichen Frauen nicht klar erkannt und während der
Tagung nicht hinreichend angesprochen werden. Aus dem Zusammenbruch
des sozialistischen Systems entstanden Trennungen zwischen den Teilnehmerinnen,
die durch die Dominanz des kapitalistisch patriarchalen Systems verstärkt
wurden.
Dagegen werden vom OEFCFE bewusst gemeinsame Ziele für die Arbeit
gesetzt:
- gerechtere Verteilung der materiellen Güter innerhalb unserer
Gesellschaften und weltweit
- gleichberechtigte Gemeinschaft von Männern und Frauen und gewaltfreie
Beziehungen in Familien
- Solidarität mit der Schöpfung
- Aufbau eines gemeinsamen europäischen Hauses, in dem alle Völker
und ethnischen Gruppen ohne Diskriminierung friedlich miteinander leben
können
Entscheidungen:
- Eine dritte Kommission: Ökologie und Biologie wird gebildet.
- Das OEFCFE hat von nun an drei Co-Präsidentinnen, eine Europasekretärin
wird eingeplant.
1990 – 1994 von York bis Budapest
- Ausweitung der Arbeit in Europa
- Konsolidierung der Finanzen
- 1992 Einstellung einer Europasekretärin
1994 - 4. Vollversammlung in Budapest
Fürchtet euch
nicht. Erinnert die Zukunft
Die Tagung ist geprägt von Ängsten und Ohnmachtgefühlen;
Hilflosigkeit dem Kriegsgeschehen in Jugoslawien gegenüber. Die Öffnung
Osteuropas überfordert durch zu viele Probleme und Aufgaben.
- Die Arbeit auf der nationalen Ebene wird verstärkt
- Nationalkoordinatorinnen werden stärker in die Arbeit des Koordinierungsausschusses
eingebunden
- Drei Mitglieder der Kommissionen werden in den Koordinierungsausschuss
eingebunden
Projekte:
- New spiritual explorations (Rumänien und Polen)
- Lydia (Tschechien und Grossbritannien)
- Einen Garten der Hoffnung pflanzen (Minsk)
- Sommerakademie Boldern
- Achtung Gleichheit, Dialog
- Nachbarinnen in Europa (Litauen)
- Managing and organizing and its
money (Rumänien)
- Koordinierung und Administration
- Gesunde Finanzen (Ideen gefragt)
1998 - 5. Vollversammlung in El Escorial Spanien
Verheissung - Hoffnung angesichts des neuen Jahrhunderts
2000 Konferenz in Thessaloniki
Auf
der Suche nach der weiblichen Seele Europas – Mythos und Realität
..... zum Bericht von der Konferenz
2000
2002 - 6. Vollversammlung in Celakovice, Tschechische Republik
Berufen zu Mitgefühl und Freiheit - christliche Frauen gestalten die Zukunft Europas
2006 - 5. Generalversammlung des OEFCFE
21. bis 27 August 2006 in Murten / Schweiz
Bürgerinnen Europas : Grenzüberschreitungen wagen – Unterschiede respektieren
Das Thema Europa rückt hier und in anderen Veranstaltungen immer mehr ins Zentrum der Reflexion.
Weitere Infos und Bilder siehe unter Aktuelles und Publikationen
Zum Seitenanfang
|