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Ökumenische Meldungen

Vollversammlung ÖRK
Freitag, 2. September

Eröffnung OeRK 2022

03.09.2022

Hier schreiben unsere zwei Delegierte Carola Ritter und Irmhild Buttler-Klose täglich einen kleinen Bericht über das, woran sie teilgenommen haben oder was ihnen besonders wichtig wurde.

Der aktuellste Bericht steht hier - heute von Irmhild -, die zurück liegenden finden sie unter 'Ökumene - Meldungen' auf dieser home page.

Der Freitag (2. Sept. 2022) auf der Vollversammlung

Jeder Tag steht hier unter einem biblischen Motto. Heute war das “Die Liebe Christi lässt uns lieben“. Dazu stand heute Lukas 10; das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter im Mittelpunkt.

Der Tag begann wieder mit einem einstündigen Morgengebet/Morning Prayer im großen Andachtszelt inmitten des Kongresszentrums. Wieder wechselten die Sprachen. Zum Mitlesen haben alle ein Buch bekommen, indem die Gottesdienste in den vier Versammlungssprachen parallel nebeneinander abgedruckt sind. Die Lieder im  Gottesdienst wurden vom Assembly Choir und einer Rhythmusgruppe schwungvoll begleitet. Thematisch stand diese Bibelstelle den ganzen Tag im Mittelpunkt.

Es folgte ein Ortswechsel in die Schwarzwaldhalle, in der das 90minütige zweite thematische Plenum stattfand, das dem Thema Europa gewidmet war. Natürlich stand der Ukrainekrieg im Vordergrund. Aber bevor es losgehen konnte, wurden noch, wie am Vortag, zwei Grußbotschaften zu Gehör gebracht, die vom ÖRK-Generalsekretär Sauca eingeführt und entgegen genommen wurden. Zunächst sprach Theodosius, der Metropolit der Mar Thoma Syrian Church of Malabar. Diese indische Kirche gehört zu den Gründungsmitgliedern des ÖRK.

Das zweite Grußwort kam von Frau Professor Azzam Karam, der Generalsekretärin von „Religions of Peace“. Die kleine agile Muslima aus New York mit einem locker um den Kopf gewickeltem Schal begrüßte die Versammlung mit dem Hinweis, dass Christi Liebe für alle Menschen gelte, und rief zum Frieden auf. Die Zuhörer klatschten begeistert.

Zur Situation in der Ukraine sprachen zunächst zwei Würdenträger der ukrainisch-orthodoxen Kirche und später zwei junge Erwachsene aus dem Land. Nebenbei erfuhren wir, dass die ukrainisch-orthodoxe Kirche die Aufnahme in den ÖRK beantragt hat. Neben Schilderungen der Lage in der ukrainischen Bevölkerung wurde appelliert, die Wahrheit über diesen Krieg zu verbreiten und die Ukrainer in ihrem Kampf nicht allein zu lassen. In Bezug auf den heutigen Bibeltext identifizierten sich die ukrainischen Redner mit dem unter die Räuber gefallenen Opfer. Auch Vertreter von Hilfsaktionen kamen zu Wort, Dagmar Pruin von Brot für die Welt und ein Vertreter der KEK. Es gab keine Stellungnahme der russisch-orthodoxen Kirche.

In der dann folgenden Bibelarbeit legte ein römisch-katholischer Theologieprofessor aus Lublin/Polen das bekannte Gleichnis aus und lud zum Gedankenaustausch mit den Nebensitzenden ein. Neben mir saßen eine Londonerin, Jane von der Heilsarmee, und daneben ein Mitglied der 20-köpfigen katholischen Delegation aus Rom.

Am Nachmittag besuchte ich noch einen der vielen Workshops, zu denen man sich im Vorfeld anmelden konnte. In diesem Workshop Nr. 31 ging es um Friedensaktivitäten von Frauen. In einem Raum mit etwa 30 Zuhörern sprach eine Juristin aus dem Südsudan über die friedenspädagogischen Maßnahmen in ihrem Land.

Am Abend besuchte ich das Abendgebet im Gottesdienstzelt, das von Pfarrern aus Karlsruhe nach protestantischer Tradition gestaltet wurde.