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Advent 2019

Wir danken Johanna Friedlein, lutherisch, Gemeindepastorin aus Osterode am Harz  und Ulla Konrath, röm.kath., Hebamme und Supervisorin aus Hannover, dass sie der Bitte entsprochen haben und für uns einen Adventsimpuls verfassten. Allen Leserinnen eine gesegnete und gnadenvolle Zeit!

Für unsere Advents- und Weihnachtsimpulse haben wir uns die Bibel in gerechter Sprache herausgeholt, denn wir wollten die weibliche Seite der Weihnachtsgeschichte sehen.  Sicher gibt es bessere oder auch poetischere Übersetzungen.  Aber keine Übersetzung verbindet uns ökumenische Frauen mehr als diese.  Und so sind wir auch nicht weit gekommen, denn gleich nach des Engels Verkündigung fanden wir alle Gaben für das Himmelreich in Marias Antwort.

1. Advent

Maria, sagt: „Siehe, ich bin die Sklavin Gottes.  Es soll geschehen, wie du mir gesagt hast.   Lk 1,38

Hingabe

Sie ist natürlich nicht alleine weiblich, sie ist eine Grundeigenschaft alles Lebendigen, sie ist die Mutter aller Freiwilligkeit, aller Freude.  Wer kann sich einer Sache ganz und gar hingeben, wenn nicht ein freier Mensch.  Die Sklavin Gottes aus diesem Text hat mit ihrer Hingabe alle Fesseln gesprengt, auch unsere.  Fürchtet euch nicht.

Maria und Elisabeth Kirchenfenster Almas in Kroatien

2. Advent

Und Maria sprach: meine Seele lobt die Lebendige, und mein Geist jubelt über Gott, die mich gerettet hat.  Sie hat auf die Erniedrigung ihrer Sklavin geschaut. Seht, von nun an werden mich alle Generationen glücklich preisen, denn großes hat die göttliche Macht an mir getan, und heilig ist ihr Name.  Ihr Erbarmen schenkt sie von Generation zu Generation denen,  die Ehrfurcht vor ihr haben.  Lk 1,46-50

Lob

Einmal nur loben, wie wäre das?  Eine Übung des Lobens und spüren, wie es mich mehr und mehr hin verändert, zu sehen, was gut läuft.  Und plötzlich kann ich weiter sehen und weiter gehen.  Und vielleicht finde ich dahinter auch wieder meinen Glauben, eine Hoffnung.   Ist Loben vielleicht der erste Schritt des Weges, von dem ich noch nicht sehe, wie ich und wie wir alle ihn gehen können?

3. Advent

Sie hat gewaltiges bewirkt.  Mit ihrem Arm hat sie die auseinander getrieben, die ihr Herz darauf gerichtet haben, sich über andere zu erheben.  Lk 1,51

Kraft

Eine Kraft wider aller Ohnmacht, wider meiner Hoffnungslosigkeit.  In diesen Zeiten?

Kraft und Gewalt liegt in unserer Demokratie beim Staat, nicht bei den Stärkeren.   Die Kraft des Rechtes und qua polizeilicher Gewalt, so sahen die Mütter und Väter unseres Grundgesetztes die höchste Kraft gut gehütet und dosiert.   Göttliche Kraft hat noch eine weitere Dimension, nämlich die der Balance.  Wer immer diese Dimension außer Acht lässt, läuft gegen die Zukunft an, treibt Raubbau und gefährdet Frieden und Gemeinschaft.  Heute lade ich diese göttliche Kraft einmal in mein Leben ein, vertrauend auf diese Kraft kann ich all meine Waffen ablegen und mich mit Liebe ins Leben wagen. 

 

4. Advent

Sie hat Mächtige von den Thronen gestürzt und Erniedrigte erhöht, Hungernde hat sie mit Gutem gefüllt und Reiche leer weggeschickt.  Lk 1,52

Gerechtigkeit

Heiligabend

Sie hat sich Israel, ihres Kindes angenommen und sich an ihre Barmherzigkeit erinnert, wie sie es unseren Vorfahren zugesagt hatte, Sara und Abraham und ihren Nachkommen für alle Zeit.  Lk 1,54-56

Israel

In jüdischer Tradition, quasi als Psalm gesungen, wird die Antwort Marias eine Öffnung in die Welt.  Sie verweisst auf Sara, auf Hanna, auf David und auf den Bund, der nun auch uns mit in seine Zuflucht nimmt.  Der Bund mit Sara und Abraham ist erneuert, wir dürfen hoffen auf ein Leben in Fülle für jede und alle, uns ist heute ein Heiland geboren.

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