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Frauen und Kirche

Gesucht: Hinweise auf sakrale Orte und Bildmotive zu Maria Magdalena

Für einen bundesweiten Gottesdienstentwurf suchen wir Hinweise auf sakrale Orte und Bildmotive zu Maria Magdalena – gerne in hoher Auflösung und mit Freigabe zur Drucklegung.
Es gibt schon eine lange Wikipedia-Liste von Patronatskirchen (Stichwort: Maria-Magdalena-Kirche), aber dort sind längst nicht alle enthalten. Schickt eure Hinweise gerne an: efw@elk-wue.de.
Vielen Dank!

Erste Frauenordination in Polen

In der zentral gelegenen evangelischen St. Trinitatis-Kirche in Warschau/Polen wurden am 7. Mai 2022 neun Diakoninnen zu lutherischen Pfarrerinnen.Aus eigener tiefer Betroffenheit und großer Freude sandte ins Hanna Manser, Petersberg, diesen erfreulichen und bewegenden Bericht.

In Anwesenheit vieler Gläubigen und Glaubens-geschwister aus der lutherischen Weltkirche sowie einigen ökumenischen Gästen aus verschiedenen protestantischen Kirchen, haben neun evangelische Theologinnen ihren Ordinationseid geleistet.

Traditionsgemäß wurden die Ordinierten durch die Anrufung des Heiligen Geistes im altkirchlichen Hymnus 'Komm, Heiliger Geist', das Gebet und die Handauflegung ordiniert. Danach wurden ihnen über ihre Talare ein Chorhemd überzogen. Es handelt sich um das in Polen übliche liturgische Gewand, das die Pfarrer und seit jetzt auch Pfarrerinnen in manchen Regionen nur bei Hochfesten benutzen - und anderswo sonntäglich. Die neu Ordinierten werden mit Chorhemd eingekleidet, damit sie sich an die Reinheit des verkündigten Wortes und der gespendeten Sakramente und erinnern.

Es mangelte nicht an berührenden Momenten, etwa bei der Handauflegung der Ordinations-assistenten, bei denen es sich mehrfach um Ehemänner, Söhne oder andere Familienange-hörige handelte. Einer – der Pfarrer aus Stettin Slawomir Sikora - konnte seine Tränen nicht verbergen und rang um Fassung, als er das biblische Votum über seiner Frau Izabela aus-sprach. Nicht weniger berührend war die Reaktion der Festgemeinde, als sich die frisch ordinierten Pfarrerinnen zur Gemeinde umdrehten: Sie bekamen stehenden Applaus. Das sei im liturgischen Ablauf nicht vorgesehen, kommentierte Bischof Samiec sichtlich erfreut.

Symbolträchtiger für dieses historische Ereignis hätte es nicht sein können: Beim Einzug in die Kirche wurde die Originalausgabe der aus dem 16. Jahrhundert stammenden Brester-Bibel in die Kirche hineingetragen, auf die dann die Ordinierten ihren Eid leisteten.

Früher durften Theologinnen 'nur' zu Diakoninnen ordiniert werden. Nach der vorletzten Gesetzesänderung war es ihnen erlaubt, auch Abendmahlsgottesdiensten vorzustehen, was eigentlich schon davor praktiziert wurde, aber sie durften bisher keine Gemeinde leiten und mussten einen Pfarrer für Verwaltungsangelegenheiten als 'Aufseher' bekommen. Der Synodenbeschluss hat Ungereimtheiten und Widersprüche im Amtsverständnis, aber vor allem in der kirchlichen Praxis entfernt.

So gilt seit dem vergangenen Samstag: Es gibt jetzt evangelisch-lutherische Pfarrerinnen in Polen - ohne Wenn und Aber.

Quelle: https://www.evangelisch.de/inhalte/200994/12-05-2022/wir-sind-pfarrerinnen


Beschluss zur Frauenordination in der Evangelischen Kirche in Polen

Die Grußbotschaft der EFiD zum Beschluss der Frauenordination in Polen  finden Sie hier in deutscher Sprache und unter dem Rubrik "Europa" in polnischer Sprache.

pdf-Icon des Dokumentes Grußbotschaft (*.pdf-Datei, 78 KB)

„Beschluss zur Frauenordination in der Evangelischen Kirche in Polen"

Die Evangelischen Frauen in Deutschland und der bundesweite Theologinnen-konvent begrüßen den Beschluss zur Frauenordination in der Evangelischen Kirche in Polen

Als eine der letzten lutherischen Kirchen in Europa hat Polens Evangelisch-Augsburgische Kirche den Weg frei gemacht für die Ordination von Frauen. Nachdem 2010 und 2016 die Synodenanträge für die Frauenordination gescheitert waren, wurde nun für die Zulassung von Frauen zum Pfarramt gestimmt. Mit 45 gegen 13 Stimmen bei einer Enthaltung erhielt der Antrag des Frauenforums im Kirchenparlament in Warschau die erforderliche Zweidrittelmehrheit. Der Beschluss vom 16.10.2021 tritt Anfang Januar 2022 in Kraft.
Die Stellvertretende Vorsitzende der Evangelischen Frauen in Deutschland, Angelika Weigt-Blätgen begrüßte den Beschluss: „Wir freuen uns mit dem Frauenforum der Evangelischen Kirche in Polen über diese wichtige Entscheidung. Über viele Jahre hinweg haben wir die Bemühungen unserer Partnerinnen hoffnungsvoll begleitet. Nun können Theologinnen ihre Kompetenzen und Erfahrungen gleichberechtigt in die Gestaltung der Gemeindearbeit einbringen.“
Der Konvent evangelischer Theologinnen gratuliert sehr herzlich zu diesem Schritt und freut sich, dass der lange Einsatz der Frauen zu diesem Ergebnis geführt hat. „Mit Anerkennung und Dankbarkeit sehen wir auf die Entscheidung der Synode.“        (Mitteilung der EFiD).

Hannover, 22. Oktober 2021

Und hier ein kleiner Film dazu  - wer polnisch versteht, ist im Vorteil:

https://www.gustav-adolf-werk.de/nachrichten/polen-synode-stimmt-fuer-die-frauenordination.html


Maria 2.0
Die Kirche verschwendet wertvolle Talente
Aktion flash mob am 8. Mai 2022 vor dem Augsburger Dom.

Eine klar gestaltete Postkarte mit dem folgenden Text ging an den Augsburger Bischof Bertram Meier:
"Ich sehe mit Sorge, dass der Kirche der Wein ausgeht und wünsche mir mehr Mut zur Wandlung in der Kirche. Es ist genug Wasser da. Bitte setzen Sie sich jetzt für mutige Reformschritte ein.
Ich bin bereit, meine Talente einzubringen.
Mit freundlichen Grüßen
(persönliche Unterschrift)

und auf der Rückseite war zu lesen:

Der Kirche geht der Wein aus, die Krüge sind leer.
Kirchenaustritte, Personalmangel, Fixierung auf den
geweihten Priester, verkrustete Strukturen, mangelnde
Wertschätzung und Unterdrückung von Frauen, Laien,
Geschiedenen und queeren Menschen,
Missbrauchsskandal,...

Doch es ist genug Wasser da -
für Reformen in der Kirche!
Eine geschwisterliche Kirche nutzt alle Talente
unabhängig von Geschlecht und Lebensform.

Lasst Wandlung zu!

 

In Augsburg gab es am 8. Mai 2022 eine Aktion - ähnlich einem flash mob - vor dem Dom. Die "Augsburger Maria 2.0-Gruppe" ist sich aus diesem Anlaß zum 1. Mal persönlich begegnet. Seit langem 'trifft' sie sich monatlich be zoom-Konferenzen, so wurde auch diese Aktion vorbereitet.

Etwa 30 Frauen waren gekommen, auch aus der Münchner  und Regensburger Diözese. Sie  brachten ihre Anliegen zu Gehör, verstärkt durch Transparent und Plakate. Die Domtreppe wurde blau ausgelegt, als Zeichen für "es ist genug Wasser da, es sind genug Talente da!"

„Maria 2.0“ ist eine Reforminitiative innerhalb der katholischen Kirche, die seit 2019 bundesweit mit Aktionen in Erscheinung getreten ist – in manchen Bistümern sehr kämpferisch und provokant.

Was viele nicht wissen: Maria 2.0 ist keine feste Organisation mit klarer Struktur. Es geht vielmehr um gemeinsame Ziele, die von Einzelpersonen und Gruppen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Kirche unterstützt werden, etwa vom Frauenbund, dem BDKJ oder katholischen Pfadfinderverbänden.

Ein kurzer Überblick zur Entwicklungsgeschichte – entnommen einem Handzettel
(http://mariazweipunktnull.de)

Ein Lesekreis der Gemeinde Heilig Kreuz in Münster las gemeinsam Evangelii gaudium
(1. Apostolisches Schreiben von Papst Franziskus). Dabei diskutierten sie über die aktuelle Situation der Kirche, warum sie selber (noch) dabei sind, wie schwierig es ist, Fernstehenden Kirche verständlich zu machen und daß seit Jahren die gleichen Fragen im Raum stehen, aber keine Änderung in Sicht ist.

Ihnen wurde zu Beginn des Jahres 2019 klar: Wir wollen nicht nur klagen, sondern handeln. So war Maria 2.0 geboren. Maria 2.0 ist keine Gruppe einer bestimmten Gemeinde, sondern eine freie Initiative von Frauen.


An der Spitze des Verbands katholischer Laien steht wieder eine Frau:

Es ist die Sozialwissenschaftlerin Irme Stetter-Karp. Die 65-Jährige wurde auf der Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken mit großer Mehrheit zur neuen Vorsitzenden gewählt. 

Auch der Deutsche Caritasverbandes hat nun eine Frau an der Spitze. In Freiburg wurde als neue Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa ernannt.


Vatikan: Immer mehr Botschafterinnen beim Heiligen Stuhl

Eine ganze Reihe von Botschaftern beim Heiligen Stuhl sind heutzutage Frauen. Im Corona-Lockdown 2020 haben die in Rom stationierten Diplomatinnen ein informelles Netzwerk geknüpft, regelmäßig kompetente Gäste zu Online-Gesprächen gebeten und überhaupt: sich nicht die Laune verderben lassen. Drei der Botschafterinnen verlassen Rom diesen Sommer, doch das Netzwerk besteht fort.

Gudrun Sailer – Vatikanstadt

Es fing an mit einer Whatsapp-Gruppe. Im harten italienischen Corona-Lockdown des Frühjahrs 2020 fühlten die britische Botschafterin beim Heiligen Stuhl Sally Axworthy und ihre kanadische Kollegin Isabelle Savard das Verlangen, sich hin und wieder informell mit anderen Diplomatinnen beim Heiligen Stuhl auszutauschen – ungefähr 20. Schnell entstand die Idee, kompetente Gäste zu Hintergrundgesprächen per Zoom einzuladen, und die Themen changierten zwischen Kirche, Politik und Kirchenpolitik. Unter anderem interessierten sich die Botschafterinnen für die Antwort der Heiligen Stuhles auf COVID, die Rolle von Laien in der Kirche und die Aufgaben und Perspektiven von Frauen im Vatikan.


Pressemitteilung zu 25 Jahre Weltfrauenkonferenz in Peking

In Vergessenheit geraten? Lesen Sie doch mal nach!

pdf-Icon des Dokumentes 25 Jahre Weltfrauenkonferenz (*.pdf-Datei, 50 KB)


Buchtipps

"Weil Gott es so will" Philippa Rath (HG.), Herder Verlag
Frauen erzählen von ihrer Berufung zur Diakonin und Priesterin

"Geburtsfehler: weiblich" Elisabeth Gössmann, Judicium Verlag ISBN 3-89129-975-3
Lebenserinnerungen einer katholischen Theologin
Dr. Dr.hc-.mult. Elisabeth Gössmann (1926-2019) wich nach Tokyo/Japan aus, um wissenschaftlich tätig zu werden.


Weil es wichtig ist:
ÖFCFE ist seit langem Cooperationspartnerin

Die Fellowship of the Least Coin https://www.fellowshipoftheleastcoin.org/ 

ist eine globale ökumenische Frauenbewegung des Gebets für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung. Es begann 1956 von Shanti Salomon, einer Frau aus Indien, und verbreitete sich über die ganze Welt. Durch diese Bewegung suchen christliche Frauen Gemeinschaft und Solidarität miteinander. Wann immer Frauen zu Hause, in der Kirche oder in einer Gruppe beten, legen sie ihre geringste Münze beiseite. Und viele Least Coins werden eine große Menge Geld, um jedes Jahr etwa vierzig Frauenprojekte und sechs Stipendien für junge Studentinnen auf der ganzen Welt zu unterstützen. Lesen Sie mehr über die Geschichte:
 https://www.fellowshipoftheleastcoin.org/herstor

Frauen aller Ethnien, Nationalitäten, Altersgruppen, Bildungshintergründe und sozialökonomischen Status sind eingelden, an dieser globalen Bewegung teilzunehmen, indem sie für Gerechtigkeit, Frieden und Versöhnung in ihrem eigenen Leben beten, wann immer sie persönliche Konflikte und Herausforderungen erleben. Außerdem sind sie eingeladen, für Gerechtigkeit, Frieden und Versöhnung für Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt zu beten, die täglich mit Ungerechtigkeit, Gewalt und Armut konfrontiert sid

Etwa alle zwei Jahre erscheint ein neues Gebetsheft in englischer Sprache, herausgegeben vom Internationalen Committee (ICFLC), dem die in den Niederlanden lebende Martina Heinrichs als Vertreterin unseres  EFECW angehört. Das kommende Heft ist in Arbeit und steht unter der Überschrift "Touch Our Lives, Heal Our World!" und könnte Ende dieses Jahres trotz Corona erscheinen.