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Jahreskreis

Ein Schriftwort als Begleitung durch den Tag
Lk 8, 4-15 - Das Gleichnis vom Sämann

Weizenkörner

Auf den Weg
   ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort zwar hören,
   denen es aber der Teufel dann aus dem Herzen reißt,
   damit sie nicht glauben und nicht gerettet werden.

 

13



 

Auf den Felsen
   ist der Samen bei denen gefallen,
   die das Wort freudig aufnehmen, wenn sie es hören;
aber sie haben keine Wurzeln:
Eine Zeit lang glauben sie,
   doch in der Zeit der Prüfung werden sie abtrünnig.

 
14



 
Unter die Dornen
   ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort zwar hören,
   dann aber weggehen
   und in den Sorgen,
   dem Reichtum und den Genüssen des Lebens ersticken,
deren Frucht also nicht reift.

 
15


 

Auf guten Boden
   ist der Samen bei denen gefallen,
   die das Wort mit gutem und aufrichtigem Herzen hören,
   daran festhalten
   und durch ihre Ausdauer Frucht bringen.

 

Foto: pixabay.com


Hochwasser - Juli 2021

Mit solchen Ausmaßen hatte niemand gerechnet - so viele Ertrunkene, Tote, in einem Behindertenheim - bislang unvorstellbar!

Stefan Waal  ein zur Zeit in Jerusalem lebender Priester aus dem Bistum Trier, schrieb diesen Psalm. Er hat private Kontakte zu dem Behindertenheim in Sinzig, in dem 12 Bewohner bei der Flut ertrunken sind.
Lasst diesen umgeschriebenen Psalm auf euch wirken

  1. Ahr-Psalm, Fluten-Psalm, Klagepsalm 2021 oder HochwasserPsalm, oder...?
  2. Schreien will ich zu dir, Gott, mit verwundeter Seele,
    doch meine Worte gefrieren mir auf der Zunge.
  3. Es ist kalt in mir, wie gestorben sind alle Gefühle,
    starr blicken meine Augen auf meine zerbrochene Welt.
  4. Der Bach, den ich von Kind an liebte,
    sein plätscherndes Rauschen war wie Musik,
  5. zum todbringenden Ungeheuer wurde er,
    seine gefräßigen Fluten verschlangen ohne Erbarmen.
  6. Alles wurde mir genommen. Alles!
    Weggespült das, was ich mein Leben nannte.
  7. Mir blieb nur das Hemd nasskalt am Körper,
    ohne Schuhe kauerte ich auf dem Dach.
  8. Stundenlang schrie ich um Hilfe,
    um mich herum die reißenden Wasser.
  9. Wo warst du Gott, Ewiger,
    hast du uns endgültig verlassen?
  10. Baust du längst an einer neuen Erde,
    irgendwo fern in deinen unendlichen Weiten?
  11. Mit tödlichem Tempo füllten schlammige Wasser die Häuser,
    grausig ertranken Menschen in ihren eigenen Zimmern.
  12. Ist dir das alles völlig egal, Unbegreiflicher?
    Du bist doch allmächtig, dein Fingerschnippen hätte genügt.
  13. Die Eifernden, die dich zu kennen glauben, sagen,
    eine Lektion hättest Du uns erteilen wollen, eine deutliche,
    eine Portion Sintflut als Strafe für unsere Vergehen,
    für unsere Verbrechen an der Natur, an deiner Schöpfung.
  14. Ihre geschwätzigen Mäuler mögen für immer verschlossen sein,
    nie wieder sollen sie deinen Namen missbrauchen,
  15. für ihre törichten Besserwisserei, ihr bissiges Urteil
    mit erhobenem Zeigefinger, bigott kaschiert.
  16. Niemals will ich das glauben, niemals,
    du bist kein grausamer Götze des Elends,
    du sendest kein Leid, kein gnadenloses Unheil
    und hast kein Gefallen an unseren Schmerzen.
  17. Doch Du machst es mir schwer
    das wirklich zu glauben.
  18. Ich weiß, wir sind nicht schuldlos an manchem Elend,
    zu leichtfertig missbrauchen wir oft unsere Freiheit.
  19. Doch warum siehst du dann zu, fährst nicht dazwischen,
    bewahrst uns nicht vor uns selbst?
  20. Dein Schweigen quält meine Seele,
    ich halte es fast nicht mehr aus.
  21. Wie sich Schlamm und Schutt meterhoch türmen,
    in den zerstörten Straßen und Gassen
  22. deren Schönheit sich nicht mehr erkennen lässt,
    so sehr vermisst meine Seele dein Licht.
  23. Meine gewohnten Gebete verstummen
    meine Hände zu falten gelingt mir nicht.
  24. So werfe ich meine Tränen in den Himmel
    meine Wut schleudere ich dir vor die Füße.
    Hörst du mein Klagen, mein verzweifeltes Stammeln,
    ist das auch ein Beten in deinen Augen?
  25. Dann bin ich so fromm wie nie,
    mein Herz quillt über von solchen Gebeten.
  26. Doch lass mich nicht versinken in meinen dunklen Gedanken,
    erinnere mich an deine Nähe in früheren Zeiten.
  27. Ich will dankbar sein für die Hilfe, die mir zuteilwird,
    für die tröstende Schulter, an die ich mich anlehne.
  28. Ich schaue auf und sehe helfende Hände,
    die jetzt da sind, ohne Applaus, einfach so.
  29. Die vielen, die jetzt kommen und bleiben
    die Schmerzen lindern, Wunden heilen,
  30. die des Leibes, wie die der Seele,
    mit langem Atem und sehr viel Geduld.
  31. Auch wenn du mir rätselhaft bist, Gott,
    noch unbegreiflicher jetzt, unendlich fern,
  32. so will ich dennoch glauben an dich,
    widerständig, trotzig, egal, was dagegen spricht.
  33. Sollen die Spötter mich zynisch belächeln,
    ich will hoffen auf deine Nähe an meiner Seite.
  34. Würdest du doch nur endlich dein Schweigen beenden,
    doch ich halte es aus und halte Dich aus, oh Gott.

Halte du mich aus!
Und halte mich, Ewiger! Halte mich!                             


Gedenktag 22. Juli: Maria Magdalena

Lange war sie für die Kirche eine ehemalige Prostituierte unter den Jüngerinnen Jesu. Der authentischen "Maria aus Magdala" wird erst seit Kurzem gedacht

bei  https://www.katholisch.de können Sie ausführliches über die Apostelin finden.

'In den Evangelien wird berichtet, dass sie beim Kreuz Jesu stand, dass sie bei seinem Begräbnis dabei war und am Ostermorgen die Erstzeugin der Auferstehung war.

Laut Johannesevangelium traf sie im Garten Jesus, den sie zunächst nicht erkannte und der ihr den Auftrag gab, den Jüngern die Osterbotschaft zu überbringen.'

"Als Erstzeugin und Glaubensbotin ist Maria Magdalena das entscheidende Bindeglied zwischen Karfreitagsverzweiflung und Osterfreude", schreibt die Geistliche Beirätin des Katholischen Deutschen Frauenbunds, Dorothee Sandherr-Klemp.


und dann noch dies:
Todestag 12.07.1931

Nathan Söderblom (1866–1931) war schwedischer lutherischer Theologe. Die Teilnahme an der internationalen christlichen Studentenkonferenz in Northfield (Massachusetts)1890 weckte seine Leidenschaft für die Ökumene. Als schwedischer Gesandtschaftspfarrer in Paris erwarb er an der Sorbonne den Doktorgrad. In Leipzig hatte er ab 1912 den ersten deutschen Lehrstuhl für Religionswissenschaft inne, bevor er 1914 Erzbischof in Uppsala wurde.Im Ersten Weltkrieg rief er durch mehrere Appelle die kriegführenden Nationen zur Versöhnung auf. Nach 1918 setzte er seine tief im Evangelium begründeten Versöhnungsbemühungen fort. Er war 1923 in Eisenach maßgeblich an der Gründung des Lutherischen Weltkonvents beteiligt, aus dem 1947 der Lutherische Weltbund hervorging. Die Vertreter aller christlichen Kirchen lud er 1925 zur »Weltkonferenz für praktisches Christentum« nach Stockholm ein. Uppsala wurde durch ihn zu einem internationalen Zentrum der Ökumene. Für seine völkerverbindende ökumenische Arbeit wurde Nathan Söderblom 1930 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.


Blumenandacht - Lyrik

Sommerblume

Der Winde zusehen
die den Bambus umarmt
jeden Tag eine Drehung mehr
dem Himmel entgegen

Mit den Malven
das Augenblicksgebet sprechen
Ganz da sein
blühen
ohne zu fragen

Einstimmen
ins rote Lob des Leins
vielstimmig leise

die Fülle preisen

Christine Ruppert 2020/06 - mit herzlichem Dank für die Freigabe!
 
Noch weitere ansprechende Lyrik von Christine Ruppert finden Sie unter http://www.lyrikfenster.de
und sie und  weitere Autoren unter https://www.gottessprache.de

Segenswünsche

Eine Idee von Schwester Marzella. Bitte klicken Sie auf die Bilder und blättern Sie in der Zoomansicht durch die Segenswünsche. Es ist hilfreich dem  Satz voranzustellen "Ich wünsche Dir, dass..."


Segenswunsch 4 Segenswunsch 6 Segenswunsch 5 Segenswunsch 2 Segenswunsch 1


Umbruch

Frau mit Rad

Umbruch/Aufbruch/Sterben/Loslassen/Abschiede..........

Keine großen, nur kleine Feste, Abstand halten, schwere Zeiten

Trauer und Hoffnung, Schatten und Licht, Krankheit und Genesung

Bewältigung - Freunde

gemischte Gefühle, offene Fragen

Zuversicht

Gott ist treu.


Solidarität weltweit

corona

Es ist sehr nötig, dass wir alle Solidarität zeigen - im Gebet und im praktischen Tun.   

Viele Tage im Jahreskreislauf sind einem bestimmten Thema gewidmet, viele betreffen besonders den Schwächsten in der Gesellschaft.


Ökumenische Exerzitien im Alltag

Kreuz-Jesus

Schon mal daran gedacht, Ökumenische Exerzitien im Alltag zu machen?

Für viele, denen ihr Glaube wichtig ist, und die spüren, sie möchten mehr in die Tiefe gehen, sind die Exerzitien im Alltag wichtig geworden. Rund um das Jahr gibt es im Internet und online gute Angebote Die verschiedenen Kirchen bieten an, suchen Sie doch mal selbst. Es genügt "Ökumenische Exerzitien im Alltag" einzugeben. Sie werden über das große Angebot staunen.