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Ökumenische Meldungen

20 Jahre Charta oecumenica

Die Kirchen in Europa haben ein ökumenisches Grundgesetz: Es heißt „Charta Oecumenica“ und feiert dieses Jahr seinen zwanzigsten Geburtstag.

https://www.oekumene-ack.de/fileadmin/user_upload/Charta_Oecumenica/Charta_Oecumenica.pdf

 

Am 22. April 2021 haben die christlichen Kirchen und Verbände, namentlich der Rat katholischer Bischofskonferenzen Europas (CCEE) und die Konferenz Europäischer Kirchen (CEC), den Jahrestag begangen.

Die Präsidenten der zwei genannten Verbände, Kardinal Angelo Bagnasco und der reformierte Theologe Christian Krieger, danken in einer Pressemitteilung Gott „für den Frieden, den wir erfahren haben, und für die bisherigen Errungenschaften der weltweiten ökumenischen Bewegung“. Das gelte vor allem für „Bereiche des täglichen Lebens“, etwa konfessionsverbindende Ehen.

Erstes gemeinsames Dokument der Kirchen seit 1.000 Jahren

Die „Charta Oecumenica“ war, wie die Pressemitteilung formuliert, „das erste gemeinsame Dokument in den letzten tausend Jahren, das die christlichen Kirchen gemeinsam veröffentlicht haben“. Der Text, der 2001 in Straßburg unterzeichnet wurde, präsentiert zwölf ökumenische Ziele, darunter das gemeinsame Verkündigen des Evangeliums, das gemeinsame Engagement zur Gestaltung Europas, der Schutz der Schöpfung und die Vertiefung der Gemeinschaft mit dem Judentum.

 

Hinweis:

"10 Jahre Charta Oecumenica" Unter diesem Stichwort gibt es im Internet Hintergründe und Würdigungen der verschiedenen Kirchen.

 


Tag der Diakonin 2021

Tag der Diakonin

Am 29. April 2021 wird der Tag der Diakonin - wie bereits im vergangenen Jahr - digital stattfinden. KDFB, ZdK, Netzwerk Diakonat der Frau und kfd laden um 18 Uhr zu einer Wortgottesfeier und anschließender Online-Veranstaltung ein.Das Thema des diesjährigen Tags der Diakonin lautet: 'Gerecht'. Gerecht leben und handeln ist christlicher Auftrag - gerecht leben und handeln ist christlicher Anspruch.

Mehr Informationen auf den websiten von KDFB und kfd.


Neuigkeiten zum Ökumenischen Kirchentag 2021

Ökumenischer Kirchentag 2021

Hier Informationen aus dem neuesten newsletter:

Auf unserer Webseite wird vom 13.–16. Mai das digitale Programm ausgestrahlt und kann ohne vorherige Anmeldung kostenlos abgerufen werden. Wenn Sie sich darüber hinaus am digitalen Programm beteiligen möchten, zum Beispiel im Chat oder im digitalen Begegnungsort, buchen Sie sich bitte einen kostenlosen ÖKT-Pass. Registrieren Sie sich dazu zunächst ein "Mein ÖKT"-Konto und klicken dann auf "ÖKT-Pass bestellen". Dieses Ticket ermöglicht Ihnen auch die Reservierung von Veranstaltungen, die in Ihrer Teilnehmendenzahl begrenzt sind, wie zum Beispiel digitale Workshops.

Das eigens für den 3. Ökumenischen Kirchentag komponierte Oratorium EINS wird Freitagabend, am 14. Mai, digital zu erleben sein. Zwei Frauen spinnen den Erzählfaden des Oratoriums, das sich vielfach an die Apostelgeschichte anlehnt. Die Journalistin Julia reist für eine Recherche aus unserer Gegenwart in die Zeit der Urchristen. Lassen Sie sich überraschen, was sie auf Ihrer Reise alles erlebt!

MEHR INFOS

   
   

Noch ratlos, wie Sie den ÖKT zu sich in die Gemeinde oder in den Verband holen können? Dann schauen Sie in unserer Offenen Sprechstunde vorbei. Jeden Donnerstag (außer Gründonnerstag) von 17–18 Uhr haben Sie die Möglichkeit, eine Stunde lang Fragen zu stellen und andere Menschen zu treffen, die dezentral ÖKT feiern. Unter Facebook-Gruppe "ÖKT dezentral feiern" ist Raum für Ihre Ideen, Anregungen und Austausch. Wenn Sie alles zu Ihrer ÖKT-Feier vor Ort schon wissen, melden Sie diese gerne hier an. Auf der Seite oekt.de/feiern werden wir alle Aktionen, Gottesdienste und ÖKT-Feiern veröffentlichen.

MEHR INFOS

   

 


Eucharistiegemeinschaft

 „Wir lassen bei der Frage nicht locker“ Der Vorsitzende der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Gerhard Feige, hält die Debatte um eine gemeinsame Eucharistie von Katholiken und Protestanten weiterhin für offen. Zwar erwarte er in dieser Frage im neuen Jahr „nicht unbedingt“ offizielle Entscheidungen, sagte Feige in einem Interview der Zeitungen der Verlagsgruppe Bistumspresse. „Aber wir lassen bei der Frage nicht locker“, so der Bischof wörtlich. Das Thema sei weiter akut und dränge zu sensiblen Lösungen.

Hintergrund der Debatte ist ein Papier des Ökumenischen Arbeitskreises (ÖAK) vom Herbst 2019, das auf eine mögliche wechselseitige Teilnahme am Abendmahl beziehungsweise an der Eucharistie verweist. Im September vergangenen Jahres hatte die vatikanische Glaubenskongregation Einwände gegen das Papier erhoben und geltend gemacht, dass die Unterschiede im Eucharistie- und Amtsverständnis „noch so gewichtig“ seien, dass sie eine Teilnahme katholischer und evangelischer Christen an der Feier der jeweils anderen Konfession derzeit ausschlossen sei.

Feige erläuterte, dass die Bischofskonferenz und der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) kurz vor Weihnachten über das Thema gesprochen hätten. „Klar ist, dass wir das Votum des Ökumenischen Arbeitskreises, dass eine gegenseitige Einladung schon jetzt möglich ist, gemeinsam würdigen, dass wir Fortschritte sehen. Klar ist aber auch, dass wir noch Fragen haben und dass wir im Detail unterschiedliche Positionen einnehmen“, so der Bischof.

Für die Kirchen der EKD stelle es etwa kein Problem dar, katholische Christen in ihren Gottesdiensten zum Abendmahl einzuladen. „Wir können das umgekehrt nicht, jedenfalls nicht offiziell und generell. Allerdings sehen wir als katholische Kirche in Deutschland durchaus Spielraum für die persönliche Gewissensentscheidung des Einzelnen. Anders als das das römische Papier angedeutet hat."

Zugleich mahnte Feige die Gläubigen bei der Abendmahlsfrage zu Geduld. Man müsse zur Kenntnis nehmen, dass die kirchliche Basis bei diesem Thema durchaus gemischt sei: „Es gibt diejenigen, die ökumenisch sehr bewegt sind und denen das alles nicht schnell genug geht. Es gibt aber auch diejenigen, die das ganz anders sehen. Und ich als Bischof muss beides wahrnehmen und kann mich nicht nur auf eine Seite schlagen.“(katholisch.de – sk) 05/01/2021 – Vatican news


Luther
3. Januar 1521 - 3. Januar 2021

Lutherrose

„Exkommunikation Luthers aufheben? Nicht nötig“ 

Genau 500 Jahre nach der Exkommunikation Martin Luthers durch Papst Leo X. hat der Augsburger Bischof Bertram Meier dazu aufgerufen, in der Ökumene nach vorn zu blicken. Einen formalen Akt der Aufhebung der Exkommunikation hält er für unnötig.

„Die Exkommunikation des Reformators wurde bereits mit seinem Tod aufgehoben“, so Meier. „Einen formalen Akt braucht es also nicht mehr.“

Am 3. Januar 1521 hatte Papst Leo X. mit der Bannbulle „Decet Romanum Pontificem“ Martin Luther exkommuniziert, nachdem dieser nicht bereit gewesen war, seine Thesen zu widerrufen. (Siehe Vatican news, 3.1.2021)

Im Jahre 2021 jährt sich der Reichstag zu Worms zum 500. Male. Dort weigerte sich Martin Luther seine Thesen zu widerrufen.

In der Landesausstellung "Hier stehe ich. Gewissen und Protest", die am 17. April 2021 eröffnet werden wird, findet sich die Inszenierung "Der Luthermoment".

Die Evangelische Kirche Hessen-Nassau und die Stadt Worms haben ein umfangreiches Jahresprogramm aufgestellt.

Die home page  http://www.worms-luther.de bringt alles Aktuelle.

Die Enzyklika „Ut unum sint“ von Papst Johannes Paul II. wurde als einer „der grundlegenden Texte der Ökumene seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil“ von Landesbischof Karl-Hinrich Manzke gewürdigt. Er ist der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD).


1. Video-Konferenz der Europa-Ebene

VideoKonferenz

Die erste Video-Konferenz der Nationalkoordinatorin fand am Montag, 28. September 2020 von 18 -20 Uhr statt. 37 Frauen aus etwa 10 Ländern wurden kompetent von Maria Kouztaki "zusammengeschaltet". Hier die Original Tagesordnung.

Agenda:

  1. A moment of prayer together
  2. An opportunity to share with one another the situations in our countries
  3. An update from the CC and Co-Presidents
  4. To explore options for future events and meetings

Fiona Buchanan (Schottland,  Co-Präsidentin) moderierte diese Konferenz, alle Mitglieder des Coordinating Committee brachten Beiträge.
Bewegend waren die Wortbeiträge von Marianna aus Armenien und Natalia aus der Ukraine wegen der politischen Situation ihres Landes. 

In Vierergruppen konnten wir 20 min. Näheres über die Erfahrungen mit Corona austauschen, von der poltischen Situation und  einigen Aktivitäten des ÖFCFE im Land erfahren. Aufmerksam hörten wir einander zu.

Wir hoffen, einige der Texte noch zu bekommen. Dann werden sie auch auf der website zur Verfügung stehen.

Auf jeden Fall war dies eine erste sehr positive Erfahrung und ein ganz kleiner Ausgleich für die stornierte Versammlung der Nationalkoordinatorinnen in Armenien. Der Plan ist, diese Konferenz im nächsten Jahr in Frankreich nachzuholen.


World Council of Churches

Word Council of Churches
11th WCC Assembly
8. – 16. September 2021
„Christ’s love moves the world to reconciliation and unity”

Erstmals in der 70-jährigen Geschichte des ÖRK wird die Vollversammlung in Deutschland stattfinden. Im September 2021 führt der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) in Karlsruhe seine knapp zwei Wochen dauernde Vollversammlung durch. Dazu werden ca. 5000 internationale Gäste erwartet.
Hinzu kommen viele Teilnehmende an Tagesveranstaltungen. Neben der eigentlichen Vollversammlung gibt es ein komplexes Begleitprogramm für verschiedene Zielgruppen. Die Vorbereitung der Vollversammlung geschieht in einem Projektbüro in Karlsruhe mit (zu Beginn) vier Mitarbeitenden in Kooperation mit den beiden Projektverantwortlichen in Genf und in enger Abstimmung mit den Gremien des ÖRK sowie nationalen und regionalen Gremien.

Der Ökumenische Rat der Kirchen ist eine Gemeinschaft aus 350 Mitgliedskirchen, die insgesamt mehr als eine halbe Milliarde Christen/innen als ihre Glieder zählen.
ÖRK-Mitgliedskirchen finden sich in allen Regionen der Welt.
Zu ihnen zählen die Mehrzahl der orthodoxen Kirchen (östlich und orientalisch-orthodoxe), altkatholische, anglikanische, assyrische, in Afrika entstandene, baptistische, evangelikale, lutherische, mennonitische, methodistische, reformierte, vereinigte und unabhängige Kirchen, sowie Kirchen Christi/Jünger Christi, Freunde (Quäker), Provinzen der evangelischen Brüder-Unität und einige Pfingstkirchen.

Die Veranstaltungen werden in Karlsruhe und Strasbourg stattfinden, womit es sich um die erste grenzüberschreitende Vollversammlung des ÖRK handeln wird.


Die orthodoxe Kirche unterstreicht Frauenrechte

Das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel hat eine kirchliche Soziallehre veröffentlicht. Die ausführliche Erklärung trägt den Titel „Für das Leben der Welt - Das Sozialethos der orthodoxen Kirche“. Der Text geht überraschend ausführlich auf Sexualität und Gender-Fragen ein. Es gelte in Zukunft intensiv darüber nachzudenken, „wie Frauen am besten am Aufbau des Leibes Christi teilhaben können, und das schließt auch die Erneuerung des Frauendiakonats mit ein“, heißt es wörtlich. Anders als in der katholischen Tradition seien Geschiedene und Wiederverheiratete nicht von den Sakramenten auszuschließen. Konfessions- und auch religionsverbindende Ehen werden gebilligt, und geschlossene Ehen können wieder aufgelöst werden. (April 2020)


Bischofskonferenz veröffentlicht Texte zu Frauen und Ökumene

Kardinal Reinhard  Marx hält die Frauenfrage in der Kirche für zentral. Er sagt: „Im Feld 'Frauen in kirchlichen Leitungspositionen' sind Veränderungen dringlich und müssen weiter vorangetrieben werden. Wir sprechen viel von einer neuen Sozialgestalt der Kirche. An keinem anderen Punkt wird das in unserer Zeit deutlicher als in dieser Frage“. Diesen Vortrag hielt Kardinal Marx beim Kardinalsrat in Rom am 2. Dezember 2019.

Zum Thema Ökumene sagt der Kardinal: „Nach dem Jahr 2017 mit den vielen ökumenischen Impulsen dürfe die Kirche nicht müde werden, sondern brauche ein engagiertes Weitergehen in der Ökumene“. Die Überschrift zu seinem Vortrag lautet: „Sichtbare Einheit in versöhnter Verschiedenheit – Zum Ziel der Ökumene aus katholischer Sicht“ .

Beide Vorträge stehen als Broschüre und zum Download bereit. Zu finden unter

https://www.dbk.de


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